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de | konstruierte Musik und Objekte                                             


 
 


Seit 2013 entwickelt und bespielt Annette Krebs instrumentale Assemblagen aus hochverstärkten Metallen, Saiten, Objekten und Mikrofonen. Diese Assemblagen "Konstruktion#1" bis "Konstruktion#4" entstanden ursprünglich aus der Notwendigkeit heraus, Klangvisionen, die mit traditionellen Instrumenten und Setups nicht gespielt werden konnten, zu realisieren. Wie durch ein Mikroskop werden durch Mikrofone feinste, ansonsten unhörbare Klangschattierungen und Farbigkeiten der Soundobjekte hörbar gemacht. Die Serie Konstruktion vereinigt analoge und digitale Techniken und Spielweisen. Die Signale der manuell angespielten Soundobjekte werden über Tablets gesteuert, transformiert und ähnlich verschiedener Farben die ineinanderfließen, sich durchmischen oder nebeneinander stehen bleiben, musikalisch collagiert. Auch der Verlauf von Zeit, von stehender, fließender, gefrorener Zeit, wird innerhalb der Serie erforscht und skulptural bearbeitet.

Annette Krebs wurde im Saarland geboren und lebt seit 1993 in Berlin. Seit ihrer Kindheit spielt sie zahlreiche Instrumente und beschäftigt sich mit bildender Kunst. Ihr Musikstudium schloß sie an der HfMDK in Frankfurt am Main ab. Bevor sie mit der Entwicklung der Serie Konstruktion begann, dekonstruierte sie musikalisch nach und nach ihr Ursprungsinstrument Gitarre. Mit ihrer ersten Solo CD "guitar solo" ("Fringes Recordings", IT) wurde sie 2002 in der Zeitschrift "The Wire- adventures in modern music" (UK) portraitiert. Ihre letzte Gitarrenkomposition "rush", eine akustische Collage, die die Klänge der Gitarre bis auf ein letztes Schaben und Knacken reduziert, erschien 2014 auf dem Label "Another Timbre - The Berlin Series no.2"(UK).


Annette Krebs tritt als Solistin und innerhalb verschiedener Besetzungen weltweit auf Konzerten und Festivals auf (u.a. "100 Jahre Bauhaus-Das Eröffnungsfestival"; "Donaueschinger Musiktage"; "Heroines Of Sound Festival" ; "Kontakte - Biennale für Elektroakustische Musik und Klangkunst").
Ihre Musik wurde im Rahmen zahlreicher Stipendien (u.a. "Senatsverwaltung für Kultur und Europa", Berlin; "Goethe-Institut"; "Cité Internationale des Arts Paris"; "Akademie der Künste", Berlin; "EMS Elektronmusik Studion", Stockholm) gefördert und im Rundfunk und der Presse vorgestellt (u.a. "Positionen-Texte zur aktuellen Musik", "Deutschlandradio Kultur", "WDR-3", "BR Klassik").

Neben ihrer künstlerischen Tätigkeit unterrichtet sie ihre Techniken und unterstützt andere darin, ihre musikalische Ausdrucksform zu entwickeln.